Unsere Arbeit

imagesMan sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ Antoine de Saint-Exupery, Der Kleine Prinz

Als Hort stellen wir uns auf die besondere Situation von Schulkindern ein. Um mit Kindern dieser Altersstufe situationsorientiert arbeiten zu können, bedarf es gut ausgebildeten pädagogischen Personals, das gelernt hat, differenziert zu beobachten.

Situationsorientiert arbeiten heißt für uns, dass die Themen für unsere Projekte den jeweiligen Bedürfnissen und Wünschen der Kinder aus dem jeweiligen Entwicklungsstand und den Erlebnissen aus ihrem Lebensumfeld resultieren. Die bisherigen Erfahrungen und das, was die Kinder beschäftigt, werden thematisch erarbeitet. Unser Ziel ist es, jedes Kind mit seiner ihm eigenen Individualität zu fördern und es „dort abzuholen, wo es steht“. Aber auch das Zusammenleben in der Gemeinschaft, in der Gruppe, soll gefördert werden. Wir sind in der Lage, dem Kind seiner jeweiligen Altersstufe angemessen die Zusammenhänge zu erklären.

schminkenGrundschulkinder brauchen nach der der Schule Bezugspersonen, die ihnen die Möglichkeit zur Aussprache über die Schulereignisse bieten, die ein offenes Ohr für sie haben, wenn es gewünscht wird. Sie brauchen Räumlichkeiten, die vielseitig ausgestattet sind und sie anregen, ihnen aber auch Ruhe und Rückzugsmöglichkeiten bieten. Sie brauchen ein Außengelände, das es ihnen ermöglicht, ihren Bewegungsdrang vielseitig zu befriedigen.

Durch die offene Arbeit haben die Kinder die Möglichkeit, sich die ErzieherInnen ihrer Wahl zu suchen. Sie haben die Freiheit zu spielen oder Angebote wahrzunehmen. Außerdem können sie mit entscheiden, wie sie den Tag gestalten wollen. Sie haben die Möglichkeit, nach Absprache mit ihren Eltern und den ErzieherInnen den Hort zu verlassen, um sich mit anderen Kindern zu verabreden oder auch Freunde mitzubringen. So entstehen Außenkontakte und werden gepflegt, weil wir uns als Team den Hortkindern gegenüber auch in der Verpflichtung sehen, ihnen den Übergang zur Zeit nach der Hortunterbringung zu erleichtern. Dazu gehört auch das Nach-Hause-gehen, wenn die Eltern noch nicht da sind.

festbeginnSchulkinder brauchen die Möglichkeit, in Ruhe ihre Hausaufgaben, bei Bedarf auch mit Hilfestellung einer Erzieherin/eines Erziehers oder einer ehrenamtlichen Kraft (z.B. Lehrer in Pension) zu erledigen. Genauso wie unsere Kinder die Möglichkeit haben sollen, sich zurückzuziehen oder ausruhen zu können, brauchen sie andererseits auch Platz zum Bewegen, Kräfte messen, Spielen, Basteln und Musizieren in kleinen oder größeren Gruppen. Durch unsere sinnvolle Raumaufteilung mit liebevoller Innengestaltung und andere Vorraussetzungen (Materialien, fachliche und pädagogische Qualifikationen des Personals) finden die Kinder Möglichkeiten, dies zu verwirklichen.

Das Schülerhaus möchte den Kindern einen Ausgleich zur Schulsituation bieten. Die Kinder sollen am Nachmittag Dinge tun können, die in der Schule nicht angeboten werden. Kinder in diesem Alter streben nach mehr Selbstständigkeit und brauchen Raum, um eigene Wertvorstellungen entwickeln zu können.

gemeinschaftDas Freispiel eröffnet ihnen die Möglichkeit, eigene Spielideen zu entwickeln und sich zu entscheiden, was sie spielen möchten. Die Kinder regen sich dabei gegenseitig an und müssen auch eigene Regeln miteinander aushandeln.

Im gelenkten Spiel werden die Kinder an unbekannte und neue Spielformen herangeführt und an Regeln gewöhnt. Die ErzieherInnen greifen die Interessen der Kinder auf und unterstützen sie mit unterschiedlichsten Methoden z.B. mit Rollenspiel, Spiel- und Bastelangeboten, Musik machen oder Singen, Bewegungsspiele, Backen oder Traumreisen.

Pädagogische Angebote außer Haus finden hauptsächlich in den Schulferien statt. Wir gehen z.B. mit den Kindern ins Schwimmbad, in die Bücherei, ins Theater, zum Spielplatz, auf den Sportplatz oder in die nahe gelegene Natur. Diese Angebote sind in der Regel freiwillig. Es werden den Kindern so unterschiedlichste Erfahrungen und Erlebnisse ermöglicht.

bücherDer Alltag bietet für die Kinder vielfältige Lernmöglichkeiten, wie z.B. die Einteilung des Tagesablaufes-beim Essen, beim Aufräumen, bei den täglichen Verrichtungen und durch die vorhandenen Gegebenheiten. Durch den täglichen Ablauf und durch immer wiederkehrende Erfahrungen erlangen die Kinder Sicherheit und werden herangeführt an Entscheidungen, an Selbstständigkeit, an Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein.

Die Themen für die Angebote werden in unserem Team aus unserer pädagogischen Zielsetzung wie auch aus aktuellen Anlässen aus der Schülergruppe oder aus dem, was den Kindern wichtig ist, gewonnen. Es haben sich bisher z.B. folgende Themenbereiche ergeben: Gesundheit, Gewalt, Sexualität u.a. Natürlich entstehen sie auch aus den Vorschlägen der Kinder, den Wünschen der Eltern, aus der Umwelt, dem Jahreslauf und den Fest- und Feiertagen.

Die pädagogische Planung geschieht gemeinsam in den regelmäßig stattfindenden Dienstbesprechungen und auf der Grundlage der jeweiligen Arbeitsverträge, bzw. Arbeitsplatzbeschreibungen. Die individuellen Neigungen und besonderen Fähigkeiten der verschiedenen Mitarbeiter werden für die unterschiedlichen Aktivitäten berücksichtigt. Zuständigkeiten gibt es für verschiedene, immer wiederkehrende Aufgaben. Gute Absprachen im Team bilden für uns die Grundlage eines sinnvoll gestalteten Alltags.